Baden-Baden: Beim Auftakt der Agrarministerkonferenz gibt es klare Botschaften und intensive Diskussionen. Im Gespräch sind der baden-württembergischen Landwirtschaftsminister Peter Hauk, der BLHV und weitere Verbände.
Zum Auftakt der Agrarministerkonferenz (AMK) am 27. März in Baden-Baden nutzten der BLHV und weitere Verbände die Gelegenheit, um mit dem Vorsitzenden der Konferenz, dem baden-württembergischen Landwirtschaftsminister Peter Hauk, ins Gespräch zu kommen. Auch seine Ministerkollegen Till Backhaus (Mecklenburg-Vorpommern), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) sowie Werner Schwarz (Schleswig-Holstein) nahmen sich Zeit für den Austausch mit den Landwirten.
Ihr seid am Zug
Den Auftakt der Kundgebungen machte der BLHV – dieses Mal ohne Forderungspapier. Stattdessen überreichte Präsident Bernhard Bolkart Minister Hauk einen Zollstock – Symbol für die zunehmende Belastung durch Bürokratie und Kontrollen. „Wir gehen unter – jetzt seid ihr am Zug“, lautete die klare Botschaft. Die Politik werde daran gemessen, ob sie ihre Versprechen zum Bürokratieabbau auch einlöse.
Die zentralen Forderungen hatte der BLHV bereits vorab übermittelt – unter anderem fordert der Verband eine Überarbeitung des GAP-Strategieplans, die Einstellung des Naturwiederherstellungsgesetzes und eine Entschlackung von EU-Verordnungen.
„Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe wurde immer wieder durch neue Auflagen und nationale Alleingänge verschlechtert. Es muss endlich Schluss sein mit Sonderwegen, die unsere Landwirtschaft im europäischen Vergleich benachteiligen“, so Bolkart. „Unsere Landwirtinnen und Landwirte brauchen endlich Freiräume, um ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen zu können.“ Bei der Aktion war auch die Situation des badischen Weinbaus Thema. Präsident Bolkart forderte gezielte Maßnahmen zur Unterstützung der Betriebe.
Aktionen und Gespräche: BLHV-Präsident Bernhard Bolkart übergibt den Landwirtschaftsministern vor der AMK einen Meterstab. Die Botschaft: Wir werden euch an den Erfolgen messen. Der Agrarminister von Schleswig-Holstein im Gespräch mit LAndwirten.
Zeit genommen
Auch der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), die Freien Bauern, Land schafft Verbindung (LsV), das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sowie der Zusammenschluss der ökologischen Anbauverbände demonstrierten mit Aktionen vor Ort. Minister Hauk suchte auch mit diesen Gruppen den direkten Austausch. Der BDM richtete seinen Fokus mit Plakaten auf die geplante Überarbeitung von Artikel 148 der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO).
Mitunter lautstark diskutierten Mitglieder des Aktionsbündnisses gentechnikfreie Landwirtschaft in Baden-Württemberg mit Landwirtschaftsminister Peter Hauk über neue Züchtungstechnologien.
Zudem wurde gegen eine verpflichtende Weidehaltung in der neuen EU-Öko-Verordnung protestiert. Emotional wurde es beim Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft. Minister Hauk diskutierte lautstark mit Bäuerinnen von Demeter und der AbL über die künftige Regulierung neuer Züchtungsmethoden. Dabei ging es um die Koexistenz gentechnikfreier Erzeugung sowie den Schutz mittelständischer Züchtungsunternehmen und Patentregelungen. Ein Forderungspapier wurde übergeben. Während man sich in der Ablehnung von Patenten auf Pflanzen einig war, blieben die Meinungen zur Einordnung neuer Gentechnikverfahren und zur langfristigen Sicherung gentechnikfreier Landwirtschaft kontrovers.
Nach den Kundgebungen konnten Verbandsvertreter mit den Agrarchefs bei der vom BLHV mitorganisierten „Genussmeile“ regionale Spezialitäten probieren. Dabei nutzten regionale Erzeuger die Gelegenheit um sich mit den Amtschefs über die Herausforderungen der südbadischen Landwirtschaft auszutauschen.
Baden-Baden: Beim Auftakt der Agrarministerkonferenz gibt es klare Botschaften und intensive Diskussionen. Im Gespräch sind der baden-württembergischen Landwirtschaftsminister Peter Hauk, der BLHV und weitere Verbände.
Zum Auftakt der Agrarministerkonferenz (AMK) am 27. März in Baden-Baden nutzten der BLHV und weitere Verbände die Gelegenheit, um mit dem Vorsitzenden der Konferenz, dem baden-württembergischen Landwirtschaftsminister Peter Hauk, ins Gespräch zu kommen. Auch seine Ministerkollegen Till Backhaus (Mecklenburg-Vorpommern), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) sowie Werner Schwarz (Schleswig-Holstein) nahmen sich Zeit für den Austausch mit den Landwirten.
Ihr seid am Zug
Den Auftakt der Kundgebungen machte der BLHV – dieses Mal ohne Forderungspapier. Stattdessen überreichte Präsident Bernhard Bolkart Minister Hauk einen Zollstock – Symbol für die zunehmende Belastung durch Bürokratie und Kontrollen. „Wir gehen unter – jetzt seid ihr am Zug“, lautete die klare Botschaft. Die Politik werde daran gemessen, ob sie ihre Versprechen zum Bürokratieabbau auch einlöse.
Die zentralen Forderungen hatte der BLHV bereits vorab übermittelt – unter anderem fordert der Verband eine Überarbeitung des GAP-Strategieplans, die Einstellung des Naturwiederherstellungsgesetzes und eine Entschlackung von EU-Verordnungen.
„Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe wurde immer wieder durch neue Auflagen und nationale Alleingänge verschlechtert. Es muss endlich Schluss sein mit Sonderwegen, die unsere Landwirtschaft im europäischen Vergleich benachteiligen“, so Bolkart. „Unsere Landwirtinnen und Landwirte brauchen endlich Freiräume, um ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen zu können.“ Bei der Aktion war auch die Situation des badischen Weinbaus Thema. Präsident Bolkart forderte gezielte Maßnahmen zur Unterstützung der Betriebe.
Zeit genommen
Auch der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), die Freien Bauern, Land schafft Verbindung (LsV), das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sowie der Zusammenschluss der ökologischen Anbauverbände demonstrierten mit Aktionen vor Ort. Minister Hauk suchte auch mit diesen Gruppen den direkten Austausch. Der BDM richtete seinen Fokus mit Plakaten auf die geplante Überarbeitung von Artikel 148 der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO).
Zudem wurde gegen eine verpflichtende Weidehaltung in der neuen EU-Öko-Verordnung protestiert. Emotional wurde es beim Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft. Minister Hauk diskutierte lautstark mit Bäuerinnen von Demeter und der AbL über die künftige Regulierung neuer Züchtungsmethoden. Dabei ging es um die Koexistenz gentechnikfreier Erzeugung sowie den Schutz mittelständischer Züchtungsunternehmen und Patentregelungen. Ein Forderungspapier wurde übergeben. Während man sich in der Ablehnung von Patenten auf Pflanzen einig war, blieben die Meinungen zur Einordnung neuer Gentechnikverfahren und zur langfristigen Sicherung gentechnikfreier Landwirtschaft kontrovers.
Nach den Kundgebungen konnten Verbandsvertreter mit den Agrarchefs bei der vom BLHV mitorganisierten „Genussmeile“ regionale Spezialitäten probieren. Dabei nutzten regionale Erzeuger die Gelegenheit um sich mit den Amtschefs über die Herausforderungen der südbadischen Landwirtschaft auszutauschen.
Elsner